Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V.
informiert über
Sozialpolitische Agenda aus Sicht behinderter Frauen
Die Teilnehmerinnen der bundesweiten Tagung » Zwischen Anpassung und Protest - Wege behinderter Frauen « des Projekts » Politische Interessenvertretung behinderter Frauen « des Weibernetz e.V. begrüßen die politisch gewünschte Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Zur kontinuierlichen Umsetzung dieses Anspruchs fordern sie sowohl die Bundesregierung als auch die Landesregierungen und Kommunen auf, ihre sozial- und behindertenpolitischen Programme dahingehend zu überarbeiten, dass die Belange behinderter Frauen Berücksichtigung finden und somit ihre Lebensbedingungen zugunsten einer gleichberechtigten und barrierefreien Teilhabe verbessert werden.
Die Teilnehmerinnen fordern im Einzelnen:
- Nachteilsausgleiche und Zugang zu allen sozialen Leistungen unabhängig von Erwerbstätigkeit
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Bedarfsdeckende persönliche Assistenz für jede Frau mit Behinderung, einkommens- und vermögensunabhängig
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Bedarfsgerechtes Persönliches Budget, einkommens- und vermögensunabhängig
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Prävention von Sexismus, Rassismus, Gewalt und Diskriminierung als Verpflichtung des Staates
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Barrierefreie Gesundheitsversorgung für behinderte Frauen
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Barrierefreie Freizeiteinrichtungen und barrierefreie Frauenangebote (in Schwimmbädern etc)
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Kein Leben in Einrichtungen gegen den Willen Einzelner
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Behinderte Menschen müssen ihre Rechte kennen. Die Rechte müssen in leichter Sprache, in Braille etc vorhanden sein.
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Finanzierung der Fortbildung und Qualifizierung von MitarbeiterInnen und Bewohnerinnen in Einrichtungen zur Unterstützung der Selbstbestimmung behinderter Frauen durch behinderte Frauen
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Einsetzen von Behindertenbeauftragten in ländlichen Regionen
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Einlösung der sozialen Verantwortung der Wirtschaft
Für Gespräche und eine konstruktive Zusammenarbeit stehen wir vom Weibernetz e.V. selbstverständlich gerne zur Verfügung.
Rheinsberg, 2. Oktober 2004, Jahrestagung von Weibernetz e.V.
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